Leica SL – DNG oder jpg?

es hat mich die Frage erreicht, ob die jpgs von Leica wirklich so gut sind wie behauptet. Auch von mir.

Meine Einstellugen (derzeit) für die jpgs in der Leica SL:

Farbraum: sRGB, Kontrast: Reduziert, Sättigung: Mittelhoch, Schärfe: Mittelhoch, Rauschveringerung: Gering



1.) Einführung

DNG unbearbeitet
jpg unbearbeitet

das unbearbeitete jpg ist, wie man sieht, ansehnlicher. Allerdings steckt im DNG wesentlich mehr Potential. Gerade in den dunklen und hellen Bereichen kann man im DNG noch Informationen finden und diese Bereiche „retten“, wenn es gewünscht ist.



2.) Bearbeitung jpg

Ist das jpg allerdings gut belichtet, genügen wenige Handgriffe um ein wirklich ansehnliches, fertiges Bild zu bekommen.

jpg, wieder das unbehandelte Bild

Ein paar wenige Schalter betätigt, zum Beispiel bei den Tonwerten.

An drei Stellen gedreht, Tonwerte Tiefen, Tonwerte Lichter und je nach Geschmack bei den Farben oder bei der Schärfe, und fertig ist das Bild.



3.) Wann sollte man auf alle Fälle das DNG bevorzugen?

Fehlerhafter Weißabgleich. Ist der Weißabgleich nicht gelungen oder fehlerhaft kann man dies im DNG noch retten, im jpg aber nicht.

Bei der Farbe Grün. Grün treibt mich noch zum Wahnsinn. Man will eine schöne grüne Wiese haben und dann ist sie so gelblich. Da hat man im DNG auch noch mehr Spielraum.



4.) Beispiele jpg

Hier nun ein paar Beispiele von jpgs aus der Kamera. Bearbeitet wie oben beschrieben, nicht mehr.



5.) Fazit

Was ist denn nun mein Fazit? Das ist schwer. Die jpgs würden mir in den meisten Fällen genügen, aber da ist die letzle Unsicherheit. Zum Beispiel wenn die Belichtung nicht optimal ist. Dann ist es gut vielleicht doch noch das DNG zu haben.

Vorteil jpg: Dateien sind wesentlich kleiner (10 MB gegenüber > 40MB), und kommen schon fast fertig aus der Kamera, der Bearbeitungsaufwand ist deutlich geringer. Zum Teil gefällt mir das Ergebnis sogar besser, manches bekomme ich mit meinen C1 Fähigkeiten so nicht hin.

Vorteil DNG: man hat wesentlich mehr Reserven in der Datei. Fehler können leichter korrigiert werden.





Eröffnung Leitz-Park in Wetzlar

Am 16.6  und am 17.6.  wurde in Wetzlar die Beendigung des dritten Bauabschnitts des Leitz-Parks mit einem großen Fest gefeiert. Das Rahmenprogramm war gigantisch und Leica hat sich hier nicht lumpen lassen. Das herausragende war für mich der Besuch des Leica Museums. Circa 2 Stunden am Samstag und dann nochmal 1,5 Stunden am Sonntag haben nicht gerreicht alles in Ruhe sich anzusehen. Schade fand ich, dass ich überhaupt keine Zeit für die sehr interessanten Vorträge hatte.

Leica SL und Leica Summilux M 50mm f1.4 (Typ III)

 

Der Eingang zum Leica Museum und zum Leica Museums Shop

 

Kevin Raber, Leica SL und Voigtländer Ultra Wide Heliar 12mm 5.6 VM Asph. Typ III

Durch Zufall aufgenommen, erst später sah ich wer sich dort ins Bild „geschummelt“ hatte, Kevin Raber.

Wie man sieht: Besuch aus aller Welt. Hier mal der Link zu seinem Youtubekanal:

https://www.youtube.com/channel/UC8lJ3EM0VC4TS0jY6VJtTcw

Besonders das Interview mit Andreas Kaufmann (CEO Leica) fand ich große Klasse.

 

Leica SL und Voigtländer Ultra Wide Heliar 12mm 5.6 VM Asph. Typ III

Die Aussichtsplattform

und hier der Blick von der Plattform auf den Leitz-Park

Leica SL und Voigtländer Ultra Wide Heliar 12mm 5.6 VM Asph. Typ III

Im Leitz-Park III befindet sich ein Hotel, dem arcona Living Ernst Leitz Hotel mit 129 Zimmern (auf dem Bild hier rechts). Dem schließt sich rechts ein Leica-Gebäude mit Museum, Archiv, Fotostudio, Store und Museums-Shop an. Sieht man auf dem Bild nicht weil ich von dort die Aufnahme mache. Das Gebäude sieht man aber im ersten Bild, hier auf der Seite. Oben da wo die Leute stehen, da schauen wir gerade raus. Daneben dann ein Büroturm in welchem sich im Erdgeschoss die Leica Werkstätten befinden. In diesen Werkstätten werden neuerdings die Leica Uhren gefertigt. (Büroturm sieht man hier auch nicht). Was man aber sieht ist das Gebäude in welchem die Leica Cine Objektive hergestellt werden (gerade aus auf dem Bild oben). Diese Objektive haben sich seit 2008 schon einen guten Ruf in der Filmwelt erworben.

Der Leitz-Park III hat sich hier die italienische Renaissance zum Vorbild genommen, mit Wegen und Gassen zwischen den Gebäuden, die auf Plätze führen.

 

Leica SL und Voigtländer Ultra Wide Heliar 12mm 5.6 VM Asph. Typ III

Blick auf das Leica Hauptgebäude

ein wenig Show gab es auch um Leica Kameras und den Autofokus zu testen.

mit dem VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH.
Leica SL mit dem VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH.

ich hatte heute das erste mal richtig mit dem „continuous Autofocus“ also dem AFc der Leica SL gearbeitet. Das Ergebnis war gut bis sehr gut. Reihenaufnahmen und AFc waren kein Problem, die Kamera hat praktisch immer den Punkt getroffen. Der Ausschuß war minimal. Insgesamt war ich überrascht über die hohe Trefferquote.

in einem von mehreren Fotostudios konnte man beim Arbeiten zuschauen.

Leica SL und Leica Summilux M 50mm f1.4 (Typ III)

Leica SL und Leica Summilux M 50mm f1.4 (Typ III)

Leica SL und Leica Summilux M 50mm f1.4 (Typ III)

Nordsee

in der Woche habe ich einen kleinen Ausflug unternommen und ein paar Fotos in Wremen und in Dorum „geschossen“.  Es war ein schöner Tag dafür das eigentlich ab Mittag Regen angesagt war. Das Wetter hat bis Abends gehalten. Ein wenig blöd war es das ich auf einmal jede Menge Schmutz auf dem Sensor und auch auf der Rückseite der Objektive hatte. Ich habe dann mal geschaut wann der Dreck das erste Mal in den Bildern auftauchte. Bei der Tour vor dieser sehe ich ihn nun auch. Das war aber eine Tour mit vielen Fachwerkhäusern, innerorts und ohne viel Himmel. Ist mir nicht aufgefallen. Ich vermute mal das der Dreck reinkam weil mir der Deckel welcher die Objektive hinten abschließt (kenn den Namen im Moment nicht) die Ursache ist. der ist mir nämlich im Pietzmoor vor circa einer Woche mal in den Sand gefallen.

Doof, aber was lernen wir daraus: auch immer schön auf die Deckel aufpassen und die Objektive nicht dauernd wechseln.

Ach so. Ich hatte mir auch extra einen Pinsel gekauft um die kritischen Glasflächen zu reinigen. Aber selbst der neue Pinsel ist schon staubig und war nicht gerade hilfreich, eher das Gegenteil.

Update:  auch wenn man besonders aufpasst kam letztens wieder Dreck auf den Sensor.  Ich habe den Verdacht, da es sich um eine spiegellose Kamera handelt, wird er nicht durch den Spiegel wie bei einer Spiegelreflex geschützt. Der Dreck fliegt direkt drauf. Man muss immer einen Blasebalg griffbereit haben um den Dreck wegpusten zu können.

 

So nun die Bilder aus Wremen und Dorum

 

Kutterhafen Dorum

 

 

 

Leuchtturmdenkmal Obereversand #2

 

der kleine Preuse

 

Bilder von Krautsand an der Elbe (fast Nordsee)

kleines Häuschen - für was auch immer

 

Weiden

Haiku

Haiku ist eigentlich eine japanische Gedichtform und zwar die kürzeste Gedichtform der Welt.

 

Decken auf dem Gras,
eine Nacht lang ohne Haus –
reich nur durch den Mond.

 

Jetzt habe ich ein Buch gelesen „Haiku fotografieren“ es geht hier nicht um das perfekte Motiv, die perfekte Schärfe. Man muss es mögen. Ich find es toll. Meist habe ich hier für die Aufnahmen mein Canon 50mm f1.4 mit Zwischenringen benutzt (dann kommt man richtig nah dran), bis auf das erste Bild hier. Das waren 90mm.

 

 

 

 

 

Die meisten Bilder sind ruhig, haben keine knalligen Farben, alles eher gedeckt. Nun kommen zwei Aufnahmen die ein wenig poppiger sind mit mehr Farbe.

 

Sambakarneval in Bremen

Heute war Sambakarneval in Bremen. Ich war das erste Mal hier und habe eigentlich für mich ganz ordentliche Bilder gemacht. Ein wenig Lehrgeld musste ich allerdings zahlen. Man merkt doch das ich mehr von den ruhenden Objekten komme und 1/125stel war eigentlich immer ausreichend. Wenn aber Menschen mit schnellen Bewegungen dicht an dir vorbei laufen passt das nicht mehr. Ich denke 1/500stel und aufwärts ist hier die richtige Wahl. Mit dabei war die Leica SL und das VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH. an den Farben habe ich nichts angepasst, nur ein wenig an der Helligkeit und den Kontrasten, aber relativ moderat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leica SL oder was ist der Unterschied zwischen Porsche und Polo

Auf den ersten Blick sind ja ein Porsche 911 und ein Polo ungefähr gleich. Beide sind Autos,  haben vier Räder, Scheinwerfer, ein Lenkrad und diverse Sitze. Jedes Teil kutschiert auch seinen Fahrer von A nach B. Kein Unterschied auf dem Papier erst einmal erkennbar. Der eifrige Leser von Autozeitschriften und Tests würde sogar sagen, dass der Polo dem Porsche überlegen sei immerhin hat er ein Ersatzrad und möglicherweise 4 statt nur 2 Sitzen (die Notsitze hinten lassen wir mal weg). Außerdem ist der Polo sparsamer, hat also den moderneren Motor. Könnte man meinen. Trotzdem gibt es offenbar Leute die kaufen sich einen Porsche und das verstehen die Leser die sich aus Zeitschriften informieren nicht. Letztlich kauft man einen Porsche nicht aus rationalen Gründen, sondern weil man ihn einfach will, entgegen aller Vernunft. So ähnlich berhält es sich mit einer Leica oder wie in meinem Fall mit einer Leica SL. Vernünftig war es nicht, aber man hat Spaß dabei.

 

Leica SL und das Summilux 50mm 1.4 (Typ III) bei Offenblende

 

Was ist nun der Vorteil einer Leica SL zu einer günstigeren Kamera eines anderen Herstellers? Leica lebt von den Objektiven. Die kleinen M-Objektive zum Beispiel, es ist erstaunlich welche Qualität diese bringen und das schon bei Offenblende. Die neuen SL-Objektive für die Leica SL entwickelt, sind noch einmal eine Qualitätsstufe besser (Die Fans der Leica M mögen es mir verzeihen). Die SL-Objektive hauen einen um. Und das Bundel Kamera und Objektiv bringt schon gute Ergebnisse.

 

Leica SL mit dem VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH.

 

Die Farben und Kontraste gefallen mir unheimlich gut, man muss nicht viel bearbeiten um ein vorzeigbares Ergebnis zu bekommen. Leica investiert viel Zeit, Geld und Gehirnschmalz in die Entwicklung von Objektiven und Kameras. Sie sollen schlicht die besten Ergebnisse liefern und das tun sie zweifellos.

 

Leica SL und das VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH.

 

Ist die Leica SL zu schwer?

Ist schon ein schweres Teil. Sie wiegt ohne Objektiv 847g. die Konkurrenz (Sony) bringt nur ca. 600g auf die Waage. Mit dem 24-90 SL Objektiv sind es knapp 1,9 kg die man durch die Gegend schleppt. Die Canon 5Ds und das 24-70 f2.8 wiegen zum Vergleich 1,7 kg. Dafür ist die Endbrennweite aber nur 70mm und keine 90. Also soooviel schwerer ist die gute Leica SL also auch nicht. Selbst eine gute alte M7 (die letzte analoge Kamera) wiegt mehr als die meisten anderen analogen Kameras. Also nicht lamentieren und klagen, ist halt so. Man spart das Fitnesstudio.

Ist die Leica SL zu teuer?

die Spitzenmodelle der Konkurrenz Canon 1Dx und Nikon D5 sind teurer. Wie aber schon gesagt, Qualität hat seinen Preis und die Kamera ist Made in Germany. Gebaut von Personen die ein echtes Gehalt beziehen. Zweifellos ist es aber eine teure Kamera, das ist unbestritten, aber ihr Geld wert. Außerdem ist der Wiederverkaufswert einer Leica auch nach 10 Jahren noch überdurchschnittlich, da macht halt der rote Punkt den Unterschied.

wie ist die Verarbeitung?

Ich habe noch keine Leica in den Händen gehalten bei der ich den Eindruck hatte das es sich um eine schlecht verarbeitete Platikkamera handelt. Ich habe eine 10 Jahre alte M8 und ein 20 Jahre altes 50mm Summilux. Beide funktionieren noch tadellos. Leica steht für Wertigkeit. Das Gehäuse der Leica SL ist aus einem Aluminiumblock gefräst, ist also sehr robust und wetterfest. Dies ist auch ein Grund für das etwas höhere Gewicht der Leica.

ist das Angebot an Objektiven nicht zu gering?

Momentan hat Leica vier SL Objektive im Angebot. ein 24-90mm Zoom, ein 90-280mm Zoom, und an Festbrennweiten ein 50mm und ein 75mm. Angekündigt für dieses Jahr (2018) sind noch ein 90mm und ein 16-35mm Zoom. Ende 2018 sind es also dann 6 Objektive die alle hervorragend sind.

Es können aber auch fast alle jemals von Leica hergestellten Objektive angeschlossen werden. Wenn dann noch die Objektive anderer Hersteller u.a. Voigtländer hinzukommen ist die Auswahl immens.

Ich habe aber auch Personen kennengelernt die ihre SL wieder verkauft haben, weil sie mit der Farbwiedergabe ihrer M Objektive an der SL nicht zufrieden waren. Sie blieben bei ihrer M Typ 240 (oder M10).

 

Leica SL und das VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH. Blende 4.0 und 90mm

wie sind die Farben?

Bisher hatte ich Canon Kameras und habe sie auch weiterhin. Vergleicht man die Farben einer Leica mit denen einer Canon scheint es so zu sein, dass die Canon Bilder unbearbeitet in den Farben etwas kräftiger sind. Das kann natürlich nur mein persönliches Empfinden sein.  Viel macht aber auch hier das Objektiv aus. Ich habe ein 50mm Canon 1.4 das richtig poppige Bilder liefert, man glaubt es kaum. Insgesamt denke ich liefert die Leica die natürlicher abgestimmten Bilder. Es kommt aber immer auf die persönlichen Vorlieben und das Empfinden an und natürlich auch auf die spätere Bildbearbeitung.

 

 

Autofokus

ist ok. einen super schnellen Autofokus benötige ich eher selten. Es kommt aber hier sehr auf das Objektiv an. Der AF eines VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH ist schon spürbar schneller als der AF eines Summilux f1.4 SL.

Autofokuspunkte

das großartige ist hier: ich kann  die Autofokuspunkte während der Aufnahme mit dem kleinen Joystick auf der Rückseite der Kamera, mir dahinlegen wo ich sie hinhaben möchte. Nicht vorher überlegen wo sie liegen sollen. Nein, ich nehme die Kamera hoch, schaue durch den Sucher und positioniere mir die Felder im Sucher. Ist schon cool.

Warum die SL und nicht eine M

1.) günstiger
2.) kein zusätzlicher EVF (kostet auch nochmal ein paar Euronen für die M) sondern sie hat einen „eingebauten“ EVF
3.) Fokuspeaking im Sucher
4.) Autokokus
5.) die Leica SL hat einen zusätzlichen elektronischernVerschluss unter der Haube (damit wenn gewünscht kein Auslösegeräusch mehr)
7.) mit dem elektronischen Verschluss ist ein 1/16.000stel möglich
6.) (für meinen Geschmack) flexibler, ich kann fast alle Leica Objektive nutzen
7.) und meine Canon Objektive auch

 

Warum keine Sony

Nee, wirklich nicht. Meine Meinung zu Sony: mehr Schein als Sein. Da wird ein ganz schöner Hype veranstaltet. Sony war nie ein Thema, interessiert mich nicht.