Haiku

Haiku ist eigentlich eine japanische Gedichtform und zwar die kürzeste Gedichtform der Welt.

 

Decken auf dem Gras,
eine Nacht lang ohne Haus –
reich nur durch den Mond.

 

Jetzt habe ich ein Buch gelesen „Haiku fotografieren“ es geht hier nicht um das perfekte Motiv, die perfekte Schärfe. Man muss es mögen. Ich find es toll. Meist habe ich hier für die Aufnahmen mein Canon 50mm f1.4 mit Zwischenringen benutzt (dann kommt man richtig nah dran), bis auf das erste Bild hier. Das waren 90mm.

 

 

 

 

 

Die meisten Bilder sind ruhig, haben keine knalligen Farben, alles eher gedeckt. Nun kommen zwei Aufnahmen die ein wenig poppiger sind mit mehr Farbe.

 

Sambakarneval in Bremen

Heute war Sambakarneval in Bremen. Ich war das erste Mal hier und habe eigentlich für mich ganz ordentliche Bilder gemacht. Ein wenig Lehrgeld musste ich allerdings zahlen. Man merkt doch das ich mehr von den ruhenden Objekten komme und 1/125stel war eigentlich immer ausreichend. Wenn aber Menschen mit schnellen Bewegungen dicht an dir vorbei laufen passt das nicht mehr. Ich denke 1/500stel und aufwärts ist hier die richtige Wahl. Mit dabei war die Leica SL und das VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH. an den Farben habe ich nichts angepasst, nur ein wenig an der Helligkeit und den Kontrasten, aber relativ moderat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leica SL oder was ist der Unterschied zwischen Porsche und Polo

Auf den ersten Blick sind ja ein Porsche 911 und ein Polo ungefähr gleich. Beide sind Autos,  haben vier Räder, Scheinwerfer, ein Lenkrad und diverse Sitze. Jedes Teil kutschiert auch seinen Fahrer von A nach B. Kein Unterschied auf dem Papier erst einmal erkennbar. Der eifrige Leser von Autozeitschriften und Tests würde sogar sagen, dass der Polo dem Porsche überlegen sei immerhin hat er ein Ersatzrad und möglicherweise 4 statt nur 2 Sitzen (die Notsitze hinten lassen wir mal weg). Außerdem ist der Polo sparsamer, hat also den moderneren Motor. Könnte man meinen. Trotzdem gibt es offenbar Leute die kaufen sich einen Porsche und das verstehen die Leser die sich aus Zeitschriften informieren nicht. Letztlich kauft man einen Porsche nicht aus rationalen Gründen, sondern weil man ihn einfach will, entgegen aller Vernunft. So ähnlich berhält es sich mit einer Leica oder wie in meinem Fall mit einer Leica SL. Vernünftig war es nicht, aber man hat Spaß dabei.

 

Leica SL und das Summilux 50mm 1.4 (Typ III) bei Offenblende

 

Was ist nun der Vorteil einer Leica SL zu einer günstigeren Kamera eines anderen Herstellers? Leica lebt von den Objektiven. Die kleinen M-Objektive zum Beispiel, es ist erstaunlich welche Qualität diese bringen und das schon bei Offenblende. Die neuen SL-Objektive für die Leica SL entwickelt, sind noch einmal eine Qualitätsstufe besser (Die Fans der Leica M mögen es mir verzeihen). Die SL-Objektive hauen einen um. Und das Bundel Kamera und Objektiv bringt schon gute Ergebnisse.

 

Leica SL mit dem VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH.

 

Die Farben und Kontraste gefallen mir unheimlich gut, man muss nicht viel bearbeiten um ein vorzeigbares Ergebnis zu bekommen. Leica investiert viel Zeit, Geld und Gehirnschmalz in die Entwicklung von Objektiven und Kameras. Sie sollen schlicht die besten Ergebnisse liefern und das tun sie zweifellos.

 

Leica SL und das VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH.

 

Ist die Leica SL zu schwer?

Ist schon ein schweres Teil. Sie wiegt ohne Objektiv 847g. die Konkurrenz (Sony) bringt nur ca. 600g auf die Waage. Mit dem 24-90 SL Objektiv sind es knapp 1,9 kg die man durch die Gegend schleppt. Die Canon 5Ds und das 24-70 f2.8 wiegen zum Vergleich 1,7 kg. Dafür ist die Endbrennweite aber nur 70mm und keine 90. Also soooviel schwerer ist die gute Leica SL also auch nicht. Selbst eine gute alte M7 (die letzte analoge Kamera) wiegt mehr als die meisten anderen analogen Kameras. Also nicht lamentieren und klagen, ist halt so. Man spart das Fitnesstudio.

Ist die Leica SL zu teuer?

die Spitzenmodelle der Konkurrenz Canon 1Dx und Nikon D5 sind teurer. Wie aber schon gesagt, Qualität hat seinen Preis und die Kamera ist Made in Germany. Gebaut von Personen die ein echtes Gehalt beziehen. Zweifellos ist es aber eine teure Kamera, das ist unbestritten, aber ihr Geld wert. Außerdem ist der Wiederverkaufswert einer Leica auch nach 10 Jahren noch überdurchschnittlich, da macht halt der rote Punkt den Unterschied.

wie ist die Verarbeitung?

Ich habe noch keine Leica in den Händen gehalten bei der ich den Eindruck hatte das es sich um eine schlecht verarbeitete Platikkamera handelt. Ich habe eine 10 Jahre alte M8 und ein 20 Jahre altes 50mm Summilux. Beide funktionieren noch tadellos. Leica steht für Wertigkeit. Das Gehäuse der Leica SL ist aus einem Aluminiumblock gefräst, ist also sehr robust und wetterfest. Dies ist auch ein Grund für das etwas höhere Gewicht der Leica.

ist das Angebot an Objektiven nicht zu gering?

Momentan hat Leica vier SL Objektive im Angebot. ein 24-90mm Zoom, ein 90-280mm Zoom, und an Festbrennweiten ein 50mm und ein 75mm. Angekündigt für dieses Jahr (2018) sind noch ein 90mm und ein 16-35mm Zoom. Ende 2018 sind es also dann 6 Objektive die alle hervorragend sind.

Es können aber auch fast alle jemals von Leica hergestellten Objektive angeschlossen werden. Wenn dann noch die Objektive anderer Hersteller u.a. Voigtländer hinzukommen ist die Auswahl immens.

Ich habe aber auch Personen kennengelernt die ihre SL wieder verkauft haben, weil sie mit der Farbwiedergabe ihrer M Objektive an der SL nicht zufrieden waren. Sie blieben bei ihrer M Typ 240 (oder M10).

 

Leica SL und das VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH. Blende 4.0 und 90mm

wie sind die Farben?

Bisher hatte ich Canon Kameras und habe sie auch weiterhin. Vergleicht man die Farben einer Leica mit denen einer Canon scheint es so zu sein, dass die Canon Bilder unbearbeitet in den Farben etwas kräftiger sind. Das kann natürlich nur mein persönliches Empfinden sein.  Viel macht aber auch hier das Objektiv aus. Ich habe ein 50mm Canon 1.4 das richtig poppige Bilder liefert, man glaubt es kaum. Insgesamt denke ich liefert die Leica die natürlicher abgestimmten Bilder. Es kommt aber immer auf die persönlichen Vorlieben und das Empfinden an und natürlich auch auf die spätere Bildbearbeitung.

 

 

Autofokus

ist ok. einen super schnellen Autofokus benötige ich eher selten. Es kommt aber hier sehr auf das Objektiv an. Der AF eines VARIO-ELMARIT-SL 1:2.8–4/24–90 ASPH ist schon spürbar schneller als der AF eines Summilux f1.4 SL.

Autofokuspunkte

das großartige ist hier: ich kann  die Autofokuspunkte während der Aufnahme mit dem kleinen Joystick auf der Rückseite der Kamera, mir dahinlegen wo ich sie hinhaben möchte. Nicht vorher überlegen wo sie liegen sollen. Nein, ich nehme die Kamera hoch, schaue durch den Sucher und positioniere mir die Felder im Sucher. Ist schon cool.

Warum die SL und nicht eine M

1.) günstiger
2.) kein zusätzlicher EVF (kostet auch nochmal ein paar Euronen für die M) sondern sie hat einen „eingebauten“ EVF
3.) Fokuspeaking im Sucher
4.) Autokokus
5.) die Leica SL hat einen zusätzlichen elektronischernVerschluss unter der Haube (damit wenn gewünscht kein Auslösegeräusch mehr)
7.) mit dem elektronischen Verschluss ist ein 1/16.000stel möglich
6.) (für meinen Geschmack) flexibler, ich kann fast alle Leica Objektive nutzen
7.) und meine Canon Objektive auch

 

Warum keine Sony

Nee, wirklich nicht. Meine Meinung zu Sony: mehr Schein als Sein. Da wird ein ganz schöner Hype veranstaltet. Sony war nie ein Thema, interessiert mich nicht.

 

 

der deutsche Sommer 2017

Gefühlt regnet es dieses Jahr ja ununterbrochen. Ich denke aber, es gibt auch bei Regenwetter eine Menge interessanter Motive. So habe ich mich mit meiner Leica M8 und dem Summilux 1.4  mal auf die Strasse begeben und ein paar Schnappschüsse gemacht.

 

 

Bilder von den Sieben Steinhäusern

die ja eigentlich nur 5 sind, gelegen auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne. Mit dabei die Leica M8

 

 

ein schönes Beispiel für den Farbfehler der M8 bei Sonnenschein. Schwarz wird zu lila und die grünen Blätter sind so gelblich.

 

deshalb dieses in schwarz-weiß 🙂

 

ich hatte zuerst hier Farbbilder eingestellt, aber die Farben haben mir überhaupt nicht zugesagt (das Grün war so gelblich wie oben schon mal bemerkt) und ich habe es auch nicht so hinbekommen das mir das Bild gefällt. Lösung: Die M8 wird ja als Monochrom für Arme bezeichnet, deshalb nun weg mit der Farbe und her mit Schwarz-Weiß.

meine Kameras

Canon 6D

Die 6D von Canon ist im Prinzip mein Arbeitspferd mit der ich zu 99% zufrieden bin. Das 1% fällt mir momentan aber auch nicht ein, warum ich nicht zufrieden bin. Die Kamera würde ich mir sofort wieder kaufen.

Was gefällt mir nun so an dieser Vollformatkamera. Sie hat ein relativ kleines Gehäuse, verglichen mit den 5D Mark x Kameras, sie liegt einfach gut in meinen Händen. Da ich gurte jedweder Art nicht mag und auch nicht an der Kamera habe, halte ich die Kamera ständig in der Hand.

Der Autofokus ist eine Klasse für sich. Sie hat zwar nur einen Kreuzsensor in der Mitte, aber der ist mondtauglich und erfasst ein Objekt schnell und treffsicher. Mit diesem Fokuspunkt arbeite ich fast ausschließlich. Die anderen brauche ich nicht. Was mich letztens bei einer Sportveranstaltung (Motocross) überrascht hat, selbst hier wenn die Motorräder schnell an dir vorbeihuschen ist der AF nicht überfordert und die Bilder sind messerscharf, in der Bewegung.

 

Motocross

 

Viele werden mich für die nächste Aussage bestimmt schimpfen: Ich finde gut das sie nur eine Speicherkarte hat. Wofür brauche ich eigentlich zwei? Es wird gesagt, ja die Ausfallsicherheit falls mal eine Karte kaputt geht muss ich jedes Bild doppelt speichern können, einmal auf Karte A und einmal auf Karte B. Hier sei gesagt, von meinen letzten 100.000 Bildern habe ich keine Verluste gehabt, die Karten haben immer funktioniert. Und selbst wenn mal 1 oder 10 oder auch 100 Bilder verlustig gehen, so ist dieser Wert im Promillebereich. Aber wie gesagt die Diskussion ist eine rein theoretische. Eine Karte reicht, früher hatten die Kameras auch nur einen Film drin. Zwei Speicherkarten und dann auch noch unterschiedliche ist eigentlich ein KO Kriterium. Ich will nur SD-Karten, die reichen von der Schreibgeschwindigkeit und von denen habe ich auch mittlerweile genug.

Das Rauchverhalten: genau, ist eigentlich top Bilder die im hohen ISO Bereich aufgenommen wurden sind noch immer noch sehr gut. Aber das ist ja auch allgemein bekannt.

Dieses Jahr soll ja die 6D Mark2 vorgestellt werden. Da bin ich mal gespannt.

 

Canon 70D

Die 70D hat fast das gleiche Gehäuse wie die 6D, das macht sie mir sympathisch auch das Menü ist ziemlich identisch.

Die Kamera hat wesentlich mehr Autofokuspunkte. Im Vergleich 19 Kreuzsensoren zu dem 1 von der 6D. Trotzdem habe ich mit der Kamera oft das Problem das die Kamera einfach nicht scharf stellt. Der AF macht dann …. nix. Ich muss erst manuell scharf stellen, dann findet der AF zukünftig das Ziel. Ist ein bißchen lästig und gefällt mir nicht so. Aber auch hier, wenn der AF greift passt es auch.

 

Fighting for the fish - part two

 

Leider ist das Rauschverhalten nicht so gut wie das der 6D, ist aber ja auch nur eine APS-C Kamera, das heißt sie hat einen kleineren Sensor mit wesentlich kleineren Pixeln drauf. Deshalb ist ein jedenfalls für mich störendes Rauschen, schon sehr früh erkennbar.  Wenn man die 6D gewohnt ist, ist die 70D immer ein Kompromiss.

Positiv ist hier zudem: Ich kann die Speicherkarten und auch die Akkus der 6D verwenden. Das ist ein echter Vorteil. Wenn alles zu allem kompatibel ist. Ausnahme hier ist der Fernauslöser, aber mehr Inkompatibilität fällt mir momentan nicht ein.

 

Leica Q

Irgendwann musste es sein. Eine Leica. Die Q hat einen Vollformatsensor und ein festverbautes 28mm Objektiv. Das Objektiv und die Brennweite wechseln geht nicht, man muss mit den 28 mm leben (oder sterben). Dafür ist das Summicron Objektiv mit Blende 1,7 doch sehr lichtstark. Die Kamera ist ideal für Städtereisen und Gebäude mit nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen.

 

Verden - Pollitzgang Mk2

 

Die Kamera und auch das Objektiv sind in Deutschland gefertigt, und das hat seinen Preis. Die Kamera ist nicht die billigste. Aber sie ist ihren Preis wert. Die Bildqualität ist herausragend, auch wegen des nicht vorhandenen Tiefpassfilters. Und wie gesagt für Städtereisen ideal, auch weil sie so klein und unscheinbar ist. Dank des elektronischen Verschlusses löst die Kamera wenn man es denn so einstellt, unhörbar aus. Auch hier: nur einen Kartenslot, mit SD Karten. Reicht vollkommen.

Ein weiterer großer Vorteil der Q: Das Objektiv hat eine tolle Makrofunktion.

Anmerkung zum Schluss:

Meiner Meinung nach kann man auf die meisten Kameratests verzichten. Ich habe zudem den Eindruck, dass viele Redakteure (Print und Youtube)  eine bestimmte Kamera puschen möchten bzw. auch auf der Gehaltsliste diverser Kamerahersteller stehen. Deshalb sollte man immer vorsichtig sein, jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf der Kameras getrieben. 1979 habe ich mir eine Canon A1 gekauft, die hat mir bis in die 90er Jahre gute Dienste geleistet. Also fast 20 Jahre lang.

 

Das sind so meinen 3 Hauptkameras. Daneben besitze ich noch eine Canon 600D (meine erste DSLR), eine Leica M8 (gebraucht gekauft) und eine Leica D-Lux Typ 109.

Und immer daran denken: der limitierende Faktor steckt nicht in der Kamera sondern dahinter.

 

Update Mai 2017: Canon 5Ds

 

es ist nun noch eine Canon 5Ds hinzugekommen. Mittels eines verführerischen Newsletters habe ich mich zu dem Kauf hinreisen lassen. Man sollte eben keine Newsletter von Fotoläden abonnieren … und wenn die noch mit Superschnäppchen, vermeintlichen jedenfalls, um die Ecke kommen ist das gefährlich. Mein erster Eindruck. Sehr gut, man sollte allerdings die Eigenheiten der Kamera beachten. Diese sind aber ja oft beschrieben.

 

eines der ersten Bilder mit der neuen Canon 5Ds

 

eine ausführlichere Besprechung folgt bald. Nur eines vorneweg: die Auflösung und die Schärfe der Aufnahmen ist unglaublich.

 

 

 

 

 

Winter

Leider gab es die letzten Tage und Wochen nur wenig gute und schöne Tage an denen es sich lohnte draußen Aufnahmen zu machen. Vielleicht sehe ich abe an den grauen Tagen die Motive auch nicht mehr. Trotzdem bin ich an ein paar Tagen einfach mal los. Diese Aufnahmen entstanden mit meiner kleinen Leica D-Lux (Typ 109).

 

Leica D-Lux (Typ 109), 1/2500s, f4, ISO 200

 

Leica D-Lux (Typ 109), 1/2000s, f4, ISO 200

 

Leica D-Lux (Typ 109), 1/2000s, f4, ISO 250
Leica D-Lux (Typ 109), 1/160s, f8, ISO 200

und noch ein schwarz-weiß Bild

 

Leica D-Lux (Typ 109), 1/1000s, f4, ISO 200